§ 29 SGB VIII · Soziale Gruppenarbeit

Soziale Gruppenarbeit

Miteinander lernen. Alltag gestalten. Stärken entdecken.

In der sozialen Gruppenarbeit erleben Kinder und Jugendliche, dass sie mit ihren Themen nicht alleine sind. In kleinen Gruppen werden soziale Kompetenzen, Selbstbewusstsein und Alltagsfähigkeiten gestärkt – begleitet von pädagogischen Fachkräften.

Kleingruppen-Angebote Soziale Kompetenzen stärken Alltag & Freizeit im Blick Berlin & Brandenburg

Für Kinder und Jugendliche in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt oder Einrichtungen vor Ort.

Für wen ist die soziale Gruppenarbeit gedacht?

Soziale Gruppenarbeit richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Unterstützung im Miteinander, in Konfliktsituationen oder bei der Alltagsbewältigung brauchen – und von gemeinsamen Erfahrungen in einer Gruppe profitieren können.

Kinder & Jugendliche mit Konflikterfahrungen

Wenn es im Alltag häufig zu Streit, Missverständnissen oder Rückzug kommt und neue Wege im Umgang miteinander erprobt werden sollen.

Unsicherheit & geringes Selbstvertrauen

Wenn Kinder und Jugendliche sich wenig zutrauen, schnell verunsichert sind oder wenig positive Rückmeldungen im Alltag erhalten.

Übergänge & Belastungssituationen

Wenn Veränderungen, Belastungen oder besondere Lebenssituationen das Miteinander erschweren – zum Beispiel nach Trennung, Umzug oder Schulwechsel.

Was wir in der sozialen Gruppenarbeit anbieten

In unseren Gruppen verbinden wir erlebnisorientierte Angebote mit alltagsnahen Themen – mit viel Raum für Austausch, Ausprobieren und Reflexion.

Soziale Kompetenzen & Miteinander

Kinder und Jugendliche üben, sich mitzuteilen, Grenzen zu achten und Konflikte gemeinsam zu lösen.

  • Kommunikation und Zuhören trainieren.
  • Konflikt- und Streitkultur verbessern.
  • Empathie und Perspektivwechsel fördern.

Alltags- und Lebensbewältigung

Themen aus Schule, Familie und Freizeit finden Platz – mit praktischen Übungen und Gruppenprojekten.

  • Umgang mit Stress, Druck und Erwartungen.
  • Stärkung von Selbstwert und Eigenverantwortung.
  • Erproben neuer Handlungsstrategien im Alltag.

Erlebnisorientierung & Spaß

Gemeinsame Aktivitäten machen Mut, Neues auszuprobieren – und fördern Zugehörigkeit.

  • Gruppenspiele, Projekte und kreative Angebote.
  • Bewegung, Ausflüge und erlebnispädagogische Elemente.
  • Rituale, Reflexionsrunden und Abschlüsse.

Wie läuft soziale Gruppenarbeit ab?

Die Gruppen finden in einem festen Rahmen mit gleichbleibenden Bezugspersonen statt – klar strukturiert und mit verlässlichen Regeln.

1

Vorgespräche & Anmeldung

Mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und ggf. Jugendamt klären wir Ziele, Erwartungen und Rahmenbedingungen der Gruppenarbeit.

2

Gruppenzusammenstellung

Wir stellen passende Gruppen zusammen – nach Alter, Themen und Belastungssituationen – und vereinbaren feste Termine und Orte.

3

Regelmäßige Gruppentreffen

Die Gruppe trifft sich regelmäßig (z. B. einmal pro Woche). Jedes Treffen hat einen klaren Ablauf mit Einstieg, Aktivität und Abschlussrunde.

4

Eltern- & Fachgespräche

Wir tauschen uns in regelmäßigen Abständen mit Eltern, Jugendamt und ggf. Schule oder Kita aus – transparent und wertschätzend.

5

Abschluss & Ausblick

Zum Ende der Gruppenphase werden Entwicklungen ausgewertet, Erfolge gewürdigt und nächste Schritte gemeinsam besprochen.

Infos & fachlicher Rahmen

Soziale Gruppenarbeit ist eine Hilfe nach § 29 SGB VIII. Sie ergänzt andere Hilfen und knüpft an die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen an.

Ziele der sozialen Gruppenarbeit

Kinder und Jugendliche sollen erleben, dass sie gesehen werden, dazugehören und wirksam sein können. Soziale Kompetenzen, Selbstwertgefühl und Alltagsbewältigung werden gestärkt – mit Blick auf Schule, Familie und Freizeit.

Arbeitsweise in der Gruppe

Wir arbeiten ressourcenorientiert, erlebnisorientiert und alltagsnah. Die Gruppe ist ein geschützter Lernraum, in dem neue Verhaltensweisen ausprobiert und reflektiert werden können, ohne dass alles „perfekt“ sein muss.

Verzahnung mit anderen Hilfen

Soziale Gruppenarbeit kann eigenständig oder in Kombination mit anderen Hilfen (z. B. Familienhilfe, Schulbegleitung, Beratungsangeboten) stattfinden. Wir stimmen uns eng mit Jugendamt und weiteren Fachkräften ab.

Umfang & Dauer der sozialen Gruppenarbeit

Umfang und Dauer richten sich nach den Zielen der Gruppe und den Vereinbarungen mit dem Jugendamt oder weiteren Auftraggebern.

Gruppenzyklen

z. B. 10–20 Treffen

Die Gruppe läuft über einen festgelegten Zeitraum mit klarer Struktur und gemeinsamen Abschlüssen.

Regelmäßige Treffen

z. B. 1× wöchentlich

Feste Tage und Zeiten geben Orientierung und ermöglichen Verlässlichkeit im Alltag.

Kombination mit anderen Hilfen

z. B. mit Familienhilfe

Gruppenarbeit kann mit Einzel- oder Familienangeboten verbunden werden, um Entwicklungen gut zu begleiten.

Der konkrete Umfang wird im Hilfeplanverfahren bzw. in Vereinbarung mit dem Auftraggeber festgelegt und regelmäßig überprüft.

Wo bieten wir soziale Gruppenarbeit an?

Die JHB ist in Berlin und Brandenburg vor Ort. Soziale Gruppenarbeit bieten wir – je nach Bedarf und Projekt – in mehreren Regionen an.

Berlin Reinickendorf
Barnim Eberswalde
Märkisch-Oderland Seelow · Bad Freienwalde · Strausberg
Oder-Spree Fürstenwalde
Uckermark Templin
Prignitz Wittenberge

Welche Gruppen aktuell angeboten werden, erfahren Sie unter Standorte oder direkt über unsere Kontaktseite.

Häufige Fragen zur sozialen Gruppenarbeit

Hier beantworten wir Fragen, die uns von Eltern, Kindern, Jugendlichen und Fachkräften häufig gestellt werden.

Was ist soziale Gruppenarbeit? +

Soziale Gruppenarbeit ist eine Hilfe nach § 29 SGB VIII. In kleinen Gruppen werden Themen aus Alltag, Schule, Familie und Freizeit bearbeitet – mit dem Ziel, soziale Kompetenzen, Selbstwert und Alltagsbewältigung zu stärken.

Wer kann an der Gruppe teilnehmen? +

Ob eine Gruppe passend ist, wird gemeinsam mit Jugendamt, Eltern und Kindern bzw. Jugendlichen geprüft. Wichtig ist, dass die Themen der Gruppe zur jeweiligen Situation passen und eine Teilnahme sinnvoll erscheint.

Wie melde ich ein Kind zur sozialen Gruppenarbeit an? +

Die Anmeldung erfolgt in der Regel über das zuständige Jugendamt oder in Absprache mit Einrichtungen wie Schule, Kita oder Beratungsstellen. Gerne informieren wir, wie der Ablauf vor Ort genau ist.

Gibt es auch Elterngespräche? +

Ja. Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil. Entwicklungen, Beobachtungen und Fragen werden regelmäßig gemeinsam besprochen – wertschätzend und lösungsorientiert.

Wer trägt die Kosten? +

Die Kosten werden in der Regel vom zuständigen Jugendamt oder anderen öffentlichen Trägern übernommen, sofern eine Bewilligung vorliegt. Wir informieren gerne zum Verfahren und zu Zuständigkeiten.

Soziale Gruppenarbeit anfragen?

Sie möchten wissen, ob soziale Gruppenarbeit für ein Kind, einen Jugendlichen oder Ihre Einrichtung passend sein könnte? Wir informieren zu aktuellen Gruppen, Standorten und nächsten Schritten – auf Wunsch gemeinsam mit dem Jugendamt.